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Tipps & Tricks zu Suchmaschinenoptimierung, SEO und Google.

25 Mai

Warum Google jetzt manche Verlinkungen bestraft

Hyperlinks, also Verweise zwischen verschiedenen Webseiten, sind die Basis des Webs, wie wir es kennen. Erfunden wurde der Begriff bereits 1965, aber erst 1989 wurde er von Tim Berners-Lee verwendet, um Verlinkungen zwischen verschiedenen Dokumenten zu beschreiben. Berners-Lee gilt seitdem als „Erfinder des World Wide Webs”. 2004 wurde er für seine Leistungen von Königin Elizabeth II. sogar zum Ritter geschlagen.

Aber genug der Geschichte. Damit Ihre Webseite aufgerufen werden kann, muss der Interessent entweder die direkte Adresse in seinen Browser eintippen oder er klickt auf einen Hyperlink. Das trifft natürlich auch auf Links zu, die auf den Such-Ergebnisseiten von Google stehen. Auch das sind Hyperlinks. Verlinkungen werden außerdem benötigt, wenn jemand innerhalb einer Webseite surfen will und sich beispielsweise über die Anfahrt zu Ihrem Hotel oder über die Übernachtungspreise informieren will.

Kampf gegen Link-Spam

ausgehende-links

Google geht gegen verdächtige ausgehende Links vor. Bildquelle: TheSEMPost

Ohne Links würde das Internet sehr schnell seinen Reiz verlieren. Das weiß auch Google. Dem Suchmaschinen-Konzern ist es aber ein Dorn im Auge, dass nicht jeder Link nur aus Überzeugung gesetzt wird.

Wenn Google also der Meinung ist, dass ein Link nur existiert, weil dafür bezahlt (oder ein Link-Tausch vereinbart) wurde, dann kann es neuerdings auch zu einer Abstrafung der verlinkenden Seite kommen. Bislang hat Google vor allem die verlinkten Seiten bestraft, weil das Unternehmen – meist wohl nicht zu Unrecht – davon ausgeht, dass der Empfänger auch den Auftrag für die verdächtigen Links gegeben hat. Im schlimmsten Fall ist die erwischte Seite komplett bei Google hinausgeflogen. Für ein Business ist das fatal. Wer bei Google nicht mehr auftaucht, bekommt von dort auch keine Besucher mehr.

Wie die Webseite „Search Engine Marketing News” berichtet, hat Google gegen zahlreiche Webseiten jetzt manuelle Maßnahmen eingeleitet. Den betroffenen Webmastern hat der IT-Konzern Mails geschickt, in denen er ihnen die versuchte Manipulation der Suchergebnisse vorwirft. Das verstoße gegen die Webmaster-Richtlinien von Google. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass die eigene Webseite bei Google schlechter eingestuft wird und in den Suchergebnissen nach unten wandert. Wie üblich, lässt sich das Unternehmen aber nicht in die Karten schauen und schweigt sich über die konkreten Strafen aus. Eine Abwertung in den Suchergebnissen kann sich aber niemand erlauben.

Was bedeutet das für Sie?

Achten Sie darauf, dass die ausgehenden Links auf Ihrer Homepage ein „normales Schema” haben, wenn man das so sagen darf. Verkaufen – und kaufen! – Sie keine Links. Meiden Sie auch Link-Tauschbörsen, bei denen innerhalb der Gruppe verlinkt wird. Im Optimalfall versehen Sie einen Teil der ausgehenden Links mit dem „NoFollow”-Tag. Dann weiß Google, dass es diese Links nicht in seinen Suchergebnissen bewerten soll.

Wenn Sie befürchten, dass Google Ihre Homepage abstrafen könnte, oder wenn Sie Unterstützung bei der Überprüfung der ausgehenden Links benötigen, dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns umgehend. Wir helfen Ihnen gerne!

05 Mrz

Google entfernt Werbung in der rechten Spalte – was bedeutet das für Sie?

Google hat eine Anpassung der Suchergebnisse vorgenommen, die sich direkt auf viele Internetanbieter auswirkt. Die rechte Seitenleiste wurde gestrichen und die Zahl der Anzeigen über den Suchergebnissen erhöht. Eine gute SEO-Platzierung Ihrer Webseite wird dadurch noch wichtiger.

Google hat das Jahr mit einer bedeutenden Änderung bei der Darstellung der Ergebnisse von Internetsuchen begonnen, die sich auch auf Ihr Business auswirkt: Die rechte Seitenleiste neben den Suchergebnissen zeigt ab sofort nur noch Shopping-Ergebnisse an oder bleibt komplett leer, reguläre Adwords-Anzeigen werden dort nicht mehr eingeblendet.

Mehr Anzeigen über den Suchergebnissen

Mehr Anzeigen über den Suchergebnissen

Dafür steigert der Internetgigant die Zahl der Werbeanzeigen direkt über den Suchergebnissen von drei auf bis zu vier. Die Änderung wurde bereits weltweit aktiviert. Sie soll eigentlich nur bei „hoch kommerziellen“ Suchanfragen wie zum Beispiel nach Versicherungen und Reisen eingesetzt werden – also genau in dem Bereich, in dem auch Sie mit Ihrem Angebot aktiv sind.

Internetnutzer berichten außerdem, dass in bis zu jedem fünften Fall eine vierte Anzeige über den Suchergebnissen platziert worden war. Das ist aber auch kein Wunder. Irgendwie muss Google den rechts weggefallenen Anzeigenplatz ja wieder ausgleichen. Weniger Geld will der Konzern mit der Maßnahme ja sicher nicht verdienen.

Anpassung an mobile Suchen

Damit gleicht Google die Desktop-Ergebnisseiten an die mobilen Ergebnisseiten an. Aus Platzgründen hat das Unternehmen dort überhaupt keine rechte Seitenleiste verwendet.

Mobile Suchanfragen nehmen immer mehr zu. Viele Anwender sind deswegen jetzt schlanke Ergebnisseiten gewöhnt. Diese Tatsache hat bei der Entscheidung von Google vermutlich ebenfalls eine Rolle gespielt.

Was bedeutet das für Ihre Webseite?

Zunächst einmal bedeutet die Änderung durch Google, dass Ihre Webseite weiter unten auf den Ergebnissen landet. Während Google also mehr Geld damit verdient, riskieren Sie geringere Einnahmen, weil Interessenten durch die hohe Zahl der Adwords-Anzeigen umgeleitet werden. Denn obwohl Google die Anzeigen deutlich kennzeichnet, halten viele Internetnutzer die oben platzierten Anzeigen für normale Suchergebnisse und klicken darauf.

Die Auswirkungen sind nach Ansicht von Experten gerade für kleinere Unternehmen am stärksten, weil größere Firmen auf die „Kraft der Marke“ setzen können, um weiterhin stabile Klickzahlen und Conversions zu erreichen. Kleinere Anbieter sollten dagegen jetzt die Content- und SEO-Maßnahmen intensivieren, rät etwa Marc Rüsing, Director SEA PerformicsAKM3 in der Internetworld Business.

Der Kampf um eine optimale SEO-Platzierung hat sich durch die Änderung von Google erneut verschärft. SEO steht für Search Engine Optimization und umfasst ein breites Bündel an Maßnahmen, um Ihre Webseite in den Suchergebnissen von Google weiter oben zu platzieren. Viele Internetnutzer machen sich nämlich nicht die Mühe, auf mehr als die ersten paar Suchergebnisse zu klicken, wenn sie etwa eine Reise planen.

Eine gute SEO-Platzierung ist also bares Geld wert. Wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie die Platzierung Ihrer Seite in den Suchergebnissen von Google verbessern können, dann sprechen Sie uns an. Wir sind für Sie da und helfen Ihnen bei der Optimierung Ihrer Internetpräsenz.

12 Sep

Google macht ernst: Benötigt auch Ihre Webseite bald einen Cookie-Warnhinweis?

Obwohl die Verwendung von Cookies eigentlich schon seit Jahren selbstverständlich ist und den meisten Besuchern Ihrer Internet-Seite auch bekannt sein dürfte, kommen Sie als Anbieter Ihrer Hotel-Webseite eventuell bald nicht mehr darum herum. Warum ist das so?

Bestimmt ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Immer mehr Webseiten, die Sie besuchen, blenden einen mehr oder weniger penetranten Warnhinweis ein, dass die Seite Cookies verwendet. In Italien und England sind die Einblendungen bereits weit verbreitete Praxis. In Österreich und Deutschland sind sie bislang nur selten zu sehen.

Webseite - Quelle: GoogleBis Ende September schreibt aber jetzt ausgerechnet der Suchmaschinenanbieter Google allen Webseiten vor, die Google-Dienste wie Adsense oder zum Teil auch Analytics einsetzen, einen Cookie-Warnhinweis einzublenden. In einer E-Mail an verschiedenen Anbieter hat das Unternehmen geschrieben:

Bitte setzen Sie diese Richtlinie so bald wie möglich um, spätestens jedoch bis zum 30. September 2015.“

Die EU hat sich dagegen noch nicht zu einer einheitlichen Datenschutzgrundverordnung durchgerungen. Es gibt bislang nur eine Richtlinie, auf die Google sich jetzt beruft. Aber über den Sinn oder Unsinn der neuen Google-Regelung wollen wir hier nicht diskutieren. Stattdessen wollen wir Ihnen erklären, was Cookies eigentlich sind und warum Sie so schnell wie möglich, einen eigenen Warnhinweis auf Ihrer Seite einbauen sollten – wir übernehmen diese Aufgabe natürlich auch gerne für Sie.

Beispiel-CookieWorum geht es? Cookie sind kleine Text-Dateien, die Ihre Webseite auf dem PC der Besucher ablegt. Die Web-Surfer beziehungsweise eigentlich nur der Browser der Besucher kann dadurch bei einem erneuten Besuch wieder erkannt werden. So erfahren Sie etwa, ob Interessenten Ihre Seite mehrfach besuchen oder nie wieder kommen – schrecklich, nicht wahr? In einem Cookie werden aber keine personenbezogenen Daten gespeichert, sondern nur eine anonymisierte Identifikationsnummer, mit der Ihre Webseite erkennt, dass dieser Besucher schon einmal da war. Cookies sind also eigentlich harmlos und kein Grund für eine Aufregung.

Wie bereits erwähnt, gibt es in einigen Ländern in Europa schon Cookie-Vorschriften. In ihnen sind Betreiber von Webseiten gesetzlich dazu verpflichtet, einen Warnhinweis einzubauen. In den anderen Ländern ist das noch nicht der Fall. Das ist Google aber egal. Der Konzern schreibt den Nutzern seiner Dienste jetzt vor, dass sie einen Cookie-Warnhinweis in ihre Webseiten integrieren. Die Rechtslage ist also kompliziert. Der Einbau eines Cookie-Hinweises ist aber zum Glück technisch relativ einfach umzusetzen.

Nicht übersehen werden darf dabei allerdings, dass Ihre Seite nicht nur einen neuen Warnhinweis benötigt, sondern dass meist auch die Datenschutzbestimmungen überarbeitet beziehungsweise ergänzt werden müssen. Google hat auf der Seite Cookiechoices.org Beispiele und weiterführende Erklärungen gesammelt, die Ihnen zeigen, wie der Hinweis umgesetzt werden kann.

Aber Sie müssen das nicht alles selbst umsetzen. Wir helfen Ihnen gerne dabei! Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie einen Cookie-Warnhinweis auf Ihrer Webseite integrieren können. Optimal ist es, wenn die Besucher dadurch nicht gestört werden. So gibt es Varianten, bei denen die Seite erst benutzt werden kann, wenn der Warnhinweis weggeklickt wurde. Besser sind kleine Kästen oder Balken am oberen unter unteren Rand Ihrer Webseite, die den Benutzer nicht stören.

Sprechen Sie mit uns. Wir erklären Ihnen, ob Sie auch schon einen Cookie-Warnhinweis auf Ihrer Webseite benötigen und – falls ja – finden zusammen mit Ihnen sicher die optimale Lösung, die perfekt zu Ihrer Webseite und Ihrem Angebot passt.

07 Jun

Wie Sie mit Conversions den Erfolg Ihrer Werbung messen und verbessern

Werbung im Internet ist heute eine der wichtigsten Methoden, um mehr Besucher auf Ihre Webseite zu locken und um letztendlich neue Gäste für Ihr Hotel zu finden. Aber welche Werbung funktioniert und bringt Ihnen wirklich neue Kunden? Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie die sogenannte Conversion-Rate mit Google Analytics messen und so den Erfolg Ihrer Werbung verbessern.

Aber zunächst fragen Sie sich vielleicht, was Conversions überhaupt sind? Eine Conversion findet immer dann statt, wenn ein Besucher Ihrer Webseite dort etwas für Sie lohnendes unternimmt, zum Beispiel, indem er eine Buchungsanfrage an Sie stellt. Er „konvertiert“ also von einem simplen Besucher, der vielleicht nie wieder kommt, zu einem Kunden.

besucherUm Ihre Conversions zu messen, benötigen Sie einen Account bei Google Analytics. Mit diesem finden Sie also nicht nur heraus, wie viele Besucher Ihre Webseite hat. Sie können damit auch den Erfolg Ihrer Werbekampagnen mit Google Adwords oder auch zum Beispiel mit Facebook-Anzeigen bewerten.

Wir erklären Ihnen jetzt hier, wie Sie mit Google Analytics eine Tracking-URL erstellen, diese in Ihrer Werbekampagne verwenden und wie Sie danach den Erfolg dieser Kampagne messen – und das alles in nur drei einfachen Schritten.

1. Tracking-URL erstellen

Google bietet extra einen URL-Builder an, mit dem Sie beliebig viele sogenannte Tracking-URLs erstellen können. Der Begriff Tracking-URL stammt vom englischen Begriff tracking ab. Damit bezeichnen Computer-Profis spezielle Links, mit denen sich etwas verfolgen lässt, zum Beispiel die Zahl der gewonnenen Buchungsanfragen, die Sie ja gerne wissen wollen.

Klicken Sie auf diesen Link, um den URL-Builder von Google zu öffnen. Dieses Tool können Sie jederzeit aufrufen und verwenden. Sie müssen noch nicht einmal bei Google Analytics angemeldet sein, um ihn zu nutzen. Vier Felder müssen ausgefüllt werden, der Rest ist optional.

url-builderScrollen Sie etwas nach unten bis zu „Formular im Tool zur URL-Erstellung“. Klicken Sie in das leider kaum sichtbare Feld unter „Website-URL“ und geben Sie die Adresse ein, auf die Sie verlinken wollen. Das kann zum Beispiel die Startseite Ihrer Webseite sein oder auch eine Unterseite, auf die Sie direkt verlinken wollen – auf jeden Fall sollte es eine Seite sein, auf der sich Ihr Anfrageformular befindet. Wir wollen Ihnen ja zeigen, wie Sie diese auswerten.

Klicken Sie dann auf das Feld unter „Kampagnenquelle“ und tragen Sie dort den Dienst ein, über den Sie Ihre Werbung schalten wollen, zum Beispiel Adwords. Nun tragen Sie noch das „Kampagnenmedium“ ein. Meist wird es sich um einen Banner handeln, den Sie schalten wollen.

Füllen Sie zuletzt noch das Feld unter „Kampagnenname“ aus. Geben Sie hier zum Beispiel den Begriff Sommeraktion ein, wenn Sie neue Kunden im Sommer gewinnen wollen.

Die anderen Felder müssen nicht ausgefüllt werden. Erstellen Sie nun Ihre Tracking-URL mit einem Klick auf „URL ERSTELLEN“. Im Feld darunter taucht anschließend Ihre Tracking-URL auf.

2. Tracking-URL einbauen

Dieser Schritt geht besonders einfach: Rufen Sie nun beispielsweise Adwords auf und erstellen Sie dort wie gewohnt ein neues Werbemittel, mit dem Sie etwa auf Ihre Sommeraktion verweisen. Als Ziel-URL für Ihre Werbung nehmen Sie die eben erstellte Tracking-URL. Jedes Mal, wenn dann jemand auf Ihre Werbung klickt und auf der dort angegebenen Webadresse landet, merkt sich Google Analytics dies. Nun müssen Sie diese Daten nur noch auswerten. Das zeigen wir Ihnen im folgenden dritten Schritt.

3. Conversions auswerten

Loggen Sie sich in Ihren Google-Analytics-Account ein und klicken Sie dort auf „Verwalten“. Rechts sehen Sie unter „Datenansicht“ mehrere Punkte. Wählen Sie „Zielvorhaben“ aus und klicken Sie dann auf die roten Schaltfläche „NEUES ZIELVORHABEN“.

zielvorhabenWählen Sie „Benutzerdefiniert“ aus und klicken Sie auf „Nächster Schritt“. Tragen Sie dann in das Feld unter „Name“ zum Beispiel Anfrage ein und wählen Sie bei „Typ“ den Punkt „Ziel“ aus.

Nachdem der Kunde eine Anfrage auf Ihrer Webseite abgesendet hat, sieht er in der Regel eine Bestätigungswebseite. Geben Sie die URL dieser Seite nun in das Feld unter „Ziel“ ein, zum Beispiel www.meinhotel.at/bestaetigung.html. Die anderen Felder sind optional und müssen nicht ausgefüllt werden. Erstellen Sie Ihr Zielvorhaben mit einem Klick auf das gleichnamige Feld.

Klicken Sie dann in der Navigation oben auf „Personalisieren“ und auf „Neuer benutzerdefinierter Bericht“. Tragen Sie bei „Titel“ zum Beispiel Anfragen auswerten ein. Klicken Sie nun auf „Messwert hinzufügen“ und danach auf „Zielvorhaben-Conversions“ und wählen Sie „Anfrage (Abschlüsse für Zielvorhaben 1)“ aus.

Klicken Sie auf „Dimension hinzufügen“ und wählen „Akquisition, Quelle/Medium“ aus. Danach klicken Sie erneut auf „Dimension hinzufügen“ und wählen diesmal „Werbung, Kampagne“ aus. Sichern Sie Ihren individuellen Report nun mit „Speichern“. Sobald die Werbung angelaufen ist, sehen Sie hier den Erfolg oder Misserfolg.

Nehmen wir nun an, Ihre Werbung hat dazu geführt, dass 100 Personen auf Ihrer Seite gelandet sind, 3 davon haben das Anfrageformular ausgefüllt und abgeschickt. Sie haben damit eine sehr gute Conversion-Rate von 3 Prozent erreicht. Eine Rate von 2 Prozent ist immer noch ein gutes Ergebnis.

Liegt die Rate jedoch darunter, sollten Sie Ihre Werbekampagne überarbeiten.

Wir helfen Ihnen gerne dabei!

05 Mrz

Warum eine Hotelwebseite spätestens jetzt responsiv werden sollte!

Vor kurzem hat Google einen wichtigen Wechsel angekündigt, der auch touristische Betriebe und die von ihnen erstellten Webseiten betrifft: Statt wie bisher ein Belohnungssystem, will der Suchmaschinenbetreiber bald ein Bestrafungssystem verwenden.

Wer jetzt noch keine responsive Webseite hat, also eine Webseite, die speziell an mobile Endgeräte angepasst ist, den stuft Google bei den Suchergebnissen in Zukunft nach unten. Das Ergebnis der Änderung ist klar: Weniger Besucher auf Ihrer Webseite und damit weniger Umsatz.

Aber lassen Sie mich zunächst mit der Erklärung des Begriffes „responsiv“ beginnen. Nicht jeder Hotelier hat ja die „Computersprache“ als Hobby auserkoren. Früher hatten Webseiten in der Regel eine feste Größe und ein eindeutiges Aussehen. Das Problem war nur, dass diese Webseiten auf mobilen Endgeräten mit kleineren Bildschirmen, also auf Laptops, Tablets und Smartphones, nicht optimal dargestellt wurden.

Besonders auf den heutzutage weit verbreiteten Smartphones kann die Schrift dabei so klein werden, dass sie unleserlich wird. Mühsames Vergrößern und Zoomen durch die Besucher Ihrer Webseite ist die Folge. Eine sogenannte „responsive“ Webseite passt sich dagegen automatisch an das Endgerät an und stellt so eine komfortable und bequeme Nutzung sicher.

„responsive“ WebseitenAls Zwischenstufe von „normalen“ zu echten „responsiven“ Webseiten wurden dann von vielen Anbietern maßgeschneiderte „mobile Homepages“ erstellt. Diese Seiten lassen sich meist an dem „m.“ oder „mobile.“ vor dem Domain-Namen erkennen. Diese Technik funktioniert, ist aber aufwändig. Außerdem erfordert sie einen höheren Pflegeaufwand und auch höhere Programmierkosten.

Eine echte „responsive“ Webseite kann dagegen alles auf einmal. Mit einer einzigen Datenwartung, also etwa dem Schreiben und Publizieren eines neuen Beitrags, werden alle Inhalte automatisch für jedes Gerät optimiert dargestellt.

Aber zurück zu den Planungen von Google: Bisher hat das Unternehmen bei der Darstellung der Suchergebnisse auf mobilen Endgeräten kaum Unterschiede gemacht zwischen extra für diese Plattformen optimierten Seiten und nicht optimierten Seiten. Das wird sich nun ab April dieses Jahres ändern.

E Mail von GoogleIm Februar 2015 hat Google nämlich eine Umkehr angekündigt. Derzeit bekommen alle Anbieter von Seiten mit Mängeln in der responsiven Darstellung von Google eine E-Mail. Zumindest wenn Sie sich bei Google als Webmaster angemeldet haben. Wenn Sie diese Mail nicht bekommen haben, bestehen die Mängel aber natürlich trotzdem.

Auszug aus der E-Mail, die Google an die Webmaster schickt:

„… Beheben Sie Probleme der mobilen Nutzerfreundlichkeit auf http://www.ihr-hotel.at/
An: Webmaster von http://www.ihr-hotel.at/

Die Systeme von Google haben XX Seiten Ihrer Website getestet und bei 100 % dieser Seiten kritische Fehler in Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten erkannt. Die Fehler auf den XX Seiten beeinträchtigen die Nutzererfahrung auf Mobilgeräten für Ihre Website deutlich. Diese Seiten werden von der Google-Suche als nicht für Mobilgeräte optimiert eingestuft, und werden entsprechend in den Suchergebnissen für Smartphone-Nutzer dargestellt. …“

Sollten Sie Ihre Webseite direkt von Google prüfen lassen wollen, können Sie dies unter folgendem Link vornehmen: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

Für eine kostenlose Kurzanalyse Ihrer touristischen Webseite können Sie auch gerne eine Anfrage an uns stellen: –> persönliche Anfrage an webtourismus.at

Doch es ist noch kein Grund zur Panik. Wir glauben zwar, dass es insbesondere im Tourismus an der Zeit ist, eine responsive Webseite zu haben. Allerdings haben wir bei unserer optimierten Seite NOCH KEINEN Abfall der Platzierungen in der mobilen Suche feststellen können.

Wir sind uns jedoch sicher, dass die Ankündigung von Google eine klare Empfehlung für das Suchmaschinenoptimieren ist – in absehbarer Zeit macht das Unternehmen ernst und straft die „veralteten Homepages“ ab.

Es ist also an der Zeit, zu handeln!

PS: Aber neben der ganzen Technik und den Fachbegriffen sollten wir eines nicht vergessen – Ihr Hotel hat es verdient, sich den zukünftigen Gästen bestmöglich zu präsentieren 😉 .

21 Nov

Wie eine Tiscover XL Ihnen das Geld aus der Tasche zieht

Die früher hochgelobte Tiscover XL Homepage – auch von mir – hat sich inzwischen zu einer tickenden Zeitbombe für jeden Unterkunftsbetrieb entwickelt – warum?

Auch ich war lange ein Verfechter der Tiscover XL Homepage. Einfache Datenwartung, durchdachtes und erprobtes Design, günstig in der Erstellung und im laufenden Betrieb. Wie erwähnt „war“ ich ein Fan – im Laufe der Jahre hat die Tiscover XL Änderungen erfahren, die nur noch einen Zweck hat: Der Unterkunft unbemerkt die Euros aus der Tasche zu ziehen.

Wie funktioniert das „System“ einer Tiscover XL?

Nehmen wir uns eine typische XL-Seite her: www.appart-alpina.at . Ein kleiner aber feiner Betrieb in Schröcken. Eine schön gestaltete Homepage mit allen Informationen – selbstverständlich online buchbar. Direkt zu finden über die eigene Domain.

googlesuche-appart-alpina-schröcken

Wie verhält sich die Seite aber in den Suchmaschinen?

Technisch versteckt sich hinter der Domain www.appart-alpina.at eine Homepage die mit der Domain tiscover.com gehostet ist. Bei der tiscover.com gibt es allerdings mehrere Varianten dieser Homepage. Einmal die Homepage des Betriebes, dann auf jeden Fall noch die Präsentation auf dem Tiscover Portal. Wenn ich den Betrieb nun direkt bei Google suche – also mit den Keywörtern „Appart Alpina Schröcken“ (Abbildung 1) dann kommt nicht die wirkliche Betriebshomepage in den Suchergebnissen sondern die Tiscover Portal Variante. Die eigene Homepagevariante wird von Google konsequent unterdrückt.

Warum unterdrückt Google die Homepagevariante XL?

Ganz einfach, wenn mehrere relevante Seiten über den gleichen Inhalt ABER AUCH über die gleiche Domain existieren wird von Google „die beste“ bevorzugt, der Rest „unterdrückt“. Wenn also mehrere Seiten mit der Domain www.tiscover.com beginnen dann wird nur „die Beste Variante“ angezeigt. Nun war es natürlich für Tiscover ein leichtes dies für die eigenen Zwecke zu nutzen – die Tiscover XL Variante ist einfach ausgedrückt NICHT für die Suchmaschinen optimiert, die Tiscover Portalseite sehr wohl. Ein Experte sieht die Tricks die angewendet wurden sofort – ein Laie erkennt diese natürlich nicht. Ob dies nun bewusst oder unbewusst von Tiscover so gestaltet wurde soll jeder selbst beurteilen.

Was bedeutet dies in der Praxis?

Tiscover fängt die Stammgäste die über die Suchmaschinen kommen ab und leitet diese auf das eigene Portal um. Hier wiederum fallen bis zu 15 % Buchungsprovision für den Leistungsträger an. Wäre es die eigene Homepage-Variante, die XL, würden „nur“ 3 % anfallen.

Wie ist die Sicht der Stammgäste?

Nachdem der Stammgast „erfolgreich“ über die Suchmaschinen abgefangen wurde und die XL-Präsenz erfolgreich „unterdrückt“ wurde geht es weiter. Viele Stammgäste merken natürlich, dass sie sich auf einem Portal befinden – hegen jedoch den Wunsch direkt mit dem Gastgeben in Kontakt zu treten – sie sind ja Stammgast, kennen den Gastgeber vielleicht sogar persönlich.

tiscover-webseitenlinkNun findet der Gast aber NUR die Portalseite des Betriebes und sieht dort den Link auf die vermeintliche Homepage (siehe Screenshot 2), dahinter verbirgt sich allerdings wieder eine neue Variante der gleichen Inhalte – eine Webseite die dem Gast vorspielen soll die Betriebswebseite simulieren – in Wahrheit aber wieder eine Tiscover-Variante (die Domain www.hotelwebseite.at gehört der Tiscover AG). Es wird sogar noch eine „personalisierte Telefonnummer“ eingeblendet – der Gast wählt die Nummer und befindet sich in der Buchungszentrale von Tiscover.

Selbstverständlich wird bei jeder Buchung die Unterkunft mit 15 % Buchungsprovision belastet.

Sollte ein Stammgast jetzt NICHT bei dem Wunschbetrieb buchen können (warum auch immer) kann natürlich die Buchungszentrale den Gast auf andere Betriebe umleiten – ohne das Wissen des eigentlich gesuchten Gastgebers. Gerade wenn die Hochsaisonszeiten aus Provisionsgründen nicht an Tiscover zum Verkauf „frei gegeben werden“ ist es natürlich doppelt bitter wenn der Stammgast dann auf andere Betriebe „umgeleitet“ wird.

Fazit:

Tiscover „verkauft“ den Unterkünften eine günstige Homepagevariante – die Unterkünfte wundern sich noch über das tolle Angebot und die Leistungsbereitschaft von Tiscover. Nicht erwähnt wird, dass sie damit auf die Suchmaschinenauffindbarkeit verzichten und diese sogar „frei Haus“ an Tiscover abtreten. Am Ende des Tages die teuerste Variante einer Homepage.

Was kann ich tun wenn ich eine Tiscover XL Seite besitze?

Die Zeit arbeitet für Tiscover, desto länger die eigene Webseite aus Google verbannt ist desto schlechter für die Unterkunft. Um aus dem „Teufelskreis“ aus zu brechen empfehlen wir Ihnen eine Homepage bei einem Anbieter machen zu lassen der Sie im ersten Augenblick zwar Geld kostet – langfristig gesehen Ihnen aber eine faire und ehrliche Leistung bietet. Damit sparen Sie bares Geld und bringen Ihre Provisionszahlungen wieder auf ein „normales“ Nivau.

Ob dies nun eine Agentur Ihrer Wahl suchen oder die webtourismus.at Ihr Vertrauen verdient können Sie selbst entscheiden. Eine direkte Alternative zu der Tiscover XL finden Sie auf: http://www.webtourismus.at/leistungen-tourismus/homepage/preiswerte-variante

Sie haben auch Erfahrungen mit der Tiscover XL gemacht – teilen Sie diese mit uns.

10 Sep

Vorarlberger Tourismusstrategie 2020 – was kann eine Webagentur beitragen?

„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, frage was du für dein Land tun kannst“ – auch wenn das Sprichwort oft strapaziert wird erlauben wir uns dieses als Ausgangsfrage zu verwenden. Was kann unser Beitrag zu der Vorarlberger Tourismusstrategie 2020 sein?

Den meisten unserer Leser ist die Tourismusstrategie 2020 sehr wohl bekannt. Für alle anderen nochmals eine Auffrischung.

Zukunft auf Vorarlberg Art

tourismusstrategie2020Aufbauend auf hoher Qualität und Innovationskultur ist das Tourismusland Vorarlberg bis 2020 europaweit führend in den Themen Gastfreundschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit.
Die Konzentration auf unsere Eigenart und Stärken ermöglicht eine einzigartig vernetzte Zusammenarbeit auf Vorarlberg Art.

Mein Team und ich haben uns nun gefragt, wie eine Vorarlberger diese Vision und damit auch den Standort Vorarlberg unterstützen kann.

Folgendes ist uns dabei eingefallen:

„Hohe Qualität und Innovationskraft“ – Das beginnt schon gut, die Internetbranche ist für Innovationskraft prädestiniert. Mit einer ständigen Weiterentwicklung und Marktbeobachtung im Sinne unserer Kunden versuchen wir diese an der Spitze der Branche (und den Suchmaschinen) zu halten. Manchmal erschwert wird dies, weil nicht jedes Hotel die direkte Onlinebuchung als Kundenbindungsinstrument sieht – diese „Mission“ unterstützen wir schon seit 13 Jahren. Der Weg ist das Ziel! Bei der Qualität spielt die Tatsache, dass jeder nur eine Homepage haben kann eine wichtige Rolle. Nicht die kostengünstigste, sondern die Qualitativ hochwertigste wird das Rennen um den Gast machen. Der Verantwortung einer hohen Qualität sind wir uns bewusst.

„Gastfreundlichkeit und Regionalität“ – Im Internet wird das sogenannte „Storytelling“ immer wichtiger. Unser Beitrag zum Gelingen dieses Erlebnisses besteht darin den Hotelier zu unterstützen. Im Sinne der „Prospektwahrheit“ befassen wir als Branchenanbieter uns mit dem Hotel, versuchen es aus der Sicht des Gastes  zu sehen. Dabei haben wir ein Auge darauf wie wir diesen Flair im Hotel finden und im Internet forcieren können. Ein aktuelles Beispiel ist das Hotel Hirschen in Dornbirn – hier wird das Thema Kunst und Gastlichkeit groß geschrieben – deshalb auch schon beim „Besuch auf der Webseite“!

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Regionalität unterstützen wir auf zwei Arten – einmal versuchen wir auch die regionalen Partner mit zu transportieren (insbesondere die Hightlights der Region), zum zweiten verknüpfen wir die Webseiten unserer Kunden mit den regionalen Partnern. Dies ermöglicht uns auch in den Suchmaschinen eine verbesserte Auffindbarkeit.
Dennoch sind wir hier vom Hotelier sehr abhängig – unser Beitrag ist verschwindend klein gegen den Beitrag, der vom Hotelier direkt erbracht wird. Deshalb freuen wir uns über jeden Betrieb der die Gastlichkeit authentisch lebt und insbesondere regionale Produkte ins Schaufenster stellt. Respekt vor diesen Vorzeigebetrieben!

„Nachhaltigkeit“ – ein Schlagwort das auch bei uns höchste Bedeutung hat. Wir wollen keine Webseite machen und den Hotelier damit alleine lassen. Uns geht es um nachhaltige und erfolgreiche Begleitung und Betreuung. Dies erfordert schon bei der Erstellung eine etwas andere Vorgangsweise. Keine Webseite wird einfach mal erstellt und online gestellt – eine Webseite ist das Fundament einer erfolgreichen Internetvermarktung und jede Sünde in der Programmierung kostet unsere Kunden langfristig Geld durch fehlenden Erfolg.

„Die Konzentration auf die Eigenart und die Stärken“ – Bewertungen im Internet werden immer wichtiger. Auch wenn es manchmal schwer fällt versuchen wir den Kunden nicht in eine „Hochglanzwelt“ zu treiben die einerseits Lob für tolles Design bekommt, andererseits aber schlechte Bewertungen wie ein Magnet anzieht. Eine erfolgreiche Webseite verspricht dem Gast das Erlebnis das ihn erwartet – selbstbewusst und mit Stolz. Aber eben auch nicht so auffrisiert, dass der Betrieb „in Echt“ kaum wiedererkannt wird. Deshalb legen wir Wert darauf den Webauftritt gemeinsam mit unseren Kunden zu erarbeiten und danken allen Betrieben die unsere manchmal kritische Sichtweise auch zulassen und tolerieren.

„Zusammenarbeit auf Vorarlberger Art“ – Dies bedeutet für uns wenn wir die Kunden ganzheitlich bedienen. Auch unser Wissen bei den touristischen Betriebsabläufen, neutraler Berater bei der Auswahl von Vertriebskanälen, Vor- und Nachteile der diversen Buchungssysteme. Hilfestellungen bei Social Media, den touristischen Angeboten, dem Wissen um die öffentlichen Bildarchive und nicht zuletzt der Vorarlberger Tourismusstrategie. Zusammenarbeit in allen touristischen Bereichen macht uns zu einem Branchenanbieter mit einem Mehrwert für den Vorarlberger Hotelier.

Was vielleicht nicht gerade typisch „xsibergerisch“ anmutet, uns aber brennend interessieren würde: Was glauben unsere Kunden wo und wie wir die Tourismusstrategie 2020 besser unterstützen könnten?

Wir freuen uns über Kommentare im Blog oder bei dem nächsten Treffen irgendwo in Vorarlberg.

Euer Team von webtourismus.at

04 Feb

Booking, HRS & Co – Freund oder Feind?

Welcher Hotelier hat sich noch nie über die immer höher werdenden Provisionsrechnungen der Buchungsportale geärgert – wenige, sehr wenige. Oder sind die Hotels die Verlierer die keine Provisionsrechnungen erhalten und damit auch keine Gäste bekommen? Bei der ÖHV und Co wurde das Thema in letzter Zeit auch schon hitzig debattiert.

Ein Blick in die Zukunft beginnt mit einem Blick in die Vergangenheit. Vor ca. 20 Jahren starteten die ersten Internetseiten mit touristischen Inhalten, damals waren Buchungssysteme eher „Absichtserklärungen“ und Provisionen noch Zukunftsphantasien. Über die Jahre stiegen die Besucher der Portale und damit die Wichtigkeit für ausgelastete Hotelbetten. Gar mancher Hotelier wurde mehr und mehr von den „neuen Gästen“ abhängig. Damit einher ging leider auch die Erhöhung der Buchungsprovisionen bzw. der Prozentsätze. Waren vor 10 Jahren noch Sätze von 5 bis 10 % üblich, so sind diese inzwischen auf 10 – 20 % gestiegen.

Einen weiteren Anstieg der Prozentsätze halte ich eher für unwahrscheinlich. Der Anstieg der Buchungsprovision aufgrund der immer zahlreicheren Onlinebuchungen wird für viele ein ernst zunehmendes Problem werden. So richtig dramatisch wird es werden, wenn die bisherigen Stammkunden auch über Buchungsportale einbuchen. Aufgrund des Wettbewerbes der Buchungsportale untereinander, wird der Versuch an die Stammkunden der Hotels zu kommen immer aggressiver.

Verdeutlichen wir dies mit einem Beispiel:

Bei der Suche nach „Wellnesshotel Vitalquelle Montafon“ auf Google (Abbildung 1) sehen wir die direkte Werbung von Booking auf das gesuchte Hotel. Der Slogan „sparen sie jetzt bis zu 50 %“ soll den Stammgast des Hotel Vitalquelle über Booking lotsen. Noch dreister ist hier aber Trivago – es wird erkannt, dass es sich bei der Suche um das Hotel Vitalquelle handelt und es existiert sogar eine Anzeige die auf dieses Hotel „maßgeschneidert“ ist. Natürlich auch mit „Rabattversprechungen“. Die Schlussfolgerung: Immer wenn es um Stammgäste geht wäre es dem Hotelier lieber wenn es keine Buchungsportale gäbe. Mehr Feind wie Freund.

Buchungsportale können aber auch Freund sein. Bei allgemeinen Suchen wie z.B. „Wellnesshotel Vorarlberg“ erscheint die gleiche Werbung auch von Booking (Abbildung 2). In dem Falle handelt es sich aber nicht um einen Stammgast sondern einen Gast der ein Angebot sucht. Die Funktion der Portale die Nachfrage zu forcieren und zu erkennen mündet in der Auswahl des richtigen Hotels – ein Mehrwert für den Gast wie auch für das Hotel. Schafft es ein Hotelier dann die Buchung zu generieren wird die Provision für den neuen Gast gerne akzeptiert.

Jedes Portal ist bemüht auch selbst Nachfrage zu generieren (ohne Google-Suche). So wird Werbung auf allen Kanälen geschalten, Newsletter Marketing betrieben und im Sinne der Gäste attraktive Angebote von den Hotels gefordert. Hier sehe ich auch die zahlreichen Portale und den Wettbewerb, global gesehen, als positiv.

Die Schlussfolgerung: Die Portale leisten gute Dienste für den Gast, für den Tourismus und für einen gesunden Wettbewerb.

Wie aber soll der einzelne Hotelier reagieren?

Wir empfehlen eine ständige Beobachtung der Entwicklung, insbesondere sollten die Buchungsprovisionen und deren Entwicklung im Auge behalten werden. Für nachhaltigen Erfolg ist es ratsam ein gutes Stammkundenmarketing zu betreiben. Kein Buchungsportal sollte über bessere Konditionen verfügen oder auch nur besseren Service bieten können. Flexible Stornierungskosten, ein eigenes Buchungssystem und bequeme Abwicklung sollten gewährleistet werden – auch wenn es manchmal mühsam ist 😉 .

Wie empfinden Sie die Buchungsportale? Freund oder Feind?

03 Dez

Der Google Hotelfinder – Fluch oder Segen?

Mit dem Start des Google Hotelfinders auch in Deutschland und Österreich stieg die Nervosität der Hotellerie sprunghaft an. Vermutungen es könnte am noch fehlenden Schnee liegen halte ich für übertrieben. Viel mehr stelle ich mir die Frage „Ist der Google Hotelfinder für die Hotellerie ein Fluch oder ein Segen?“

Zuerst die wichtigsten Vorteile/Kompetenzen des Finders zum besseren Verständnis:

Google Hotelfinder

Google Hotelfinder

  •  Google bietet eine maßgeschneiderte Hotelsuche mit der bekannt sehr guten Kartenlösung. Die bevorzugte geografische Region kann individuell und einfach definiert werden.
  • Aufgrund der „Google Places Einträge“ verfügt Google bereits über so gut wie alle Hotels und meist auch über Detailinfos sowie Bilder, Bewertungen werden nun aufgebaut.
  • Bei der Preisinformation und dem direkten Link auf die Buchbarkeit wird mit großen Buchungsplattformen (OTS´s) zusammen gearbeitet (z.B. booking, hotels.com, expedia.at, eurobookings.com, hrs.de). Die Preisinformation kann aber auch von anderen wie z.B. von Hotelgruppen (BestWestern) oder von technischen Anbieter von Buchungssystemen (z.B Seekda) geliefert werden
  • Preisvergleichbarkeit – Besonders Userfreundlich ist der von Google errechnete Mittelpreis und die Anzeige ob der aktuelle Preis darüber oder darunter liegt. So werden in Zukunft die „günstigeren Raten“ noch besser für den User erkennbar sein.
  • Der wohl wichtigste und Entscheidende Vorteil:
    Google hat den direkten Kontakt zum Gast bzw. ist unter den Suchmaschinen die unangefochtene Nr. 1

Wenn wir das jetzt aus der Sicht der Hotellerie betrachten ist das eigentlich eine tolle Sache. Der Gast kann komfortabel und mit einer einfachen Bedienung die Informationen rund um Hotelzimmer und Urlaub abrufen. Jedes Hotel direkt buchbar, egal welches der vielen Buchungssysteme verwendet werden. Auch Vorarlberg Tourismus hat dies auf Wunsch der Hotels schon versucht – so gab es vor ein paar Jahren eine Metasuche über die in Vorarlberg im Einsatz befindlichen Buchungssysteme. Diese wurde aber aufgrund der Komplexität und der ständigen Veränderung der Buchungssysteme wieder deaktiviert. So gesehen ist Google die wohl beste Metasuche der Welt! Für den Gast und für das Hotel eine tolle Sache. Also ein Segen?

Die Hotels „leiden“ derzeit unter den stetig wachsenden Provisionen für die Buchungssysteme. Auch die ÖHV hat schon öfters auf die schwierige Entwicklung hingewiesen, dass immer mehr Buchungen mit Provisionen an Portale belastet sind – meist zwischen 10 – 15 %. Die berechtigte Sorge in Zukunft weiter steigende Provisionsrechnungen zu haben lässt deshalb die ganze Branche bangen. Die Rufe nach einem „gegensteuern“ wurden schon laut – die Konzepte wie der Trend gestoppt werden kann waren durch die Bank unglaubwürdig.

Wie wirkt sich der Google Hotelfinder auf die zukünftigen Provisionen aus?
Dass praktisch alle Buchungssysteme ihre Daten an den Hotelfinder übermitteln hat einen einfachen Grund. Ein Großteil der Buchungen werden quasi von den Buchungsplattformen bei Google zugekauft. Wer kennt nicht die Adwords-Schaltungen aller relevanten Buchungsportalen die sie finden wenn das Keywort auch nur im entferntesten mit einer Buchungschance in Verbindung gebracht werden kann. Und jedes Hotel das bei den Adwords „mit bietet“ weiß, dass die Portale höhere Gebote machen können weil sie mehr Angebot haben und der Gast die Vergleichbarkeit sucht.

Der Google Hotelfinder mischt die Karten jetzt neu – die Auswahl des Hotels soll nicht mehr auf der Buchungsplattform sondern bei Google selbst stattfinden. Geschickte Hotels erkennen nun die Möglichkeit wieder besser bzw. direkter an die Gäste zu kommen. Die Frage wird in Zukunft sein ob der Gast nach dem finden des passenden Hotels zu einer Buchungsplattform oder zu dem Hotel direkt geht. In wie fern die Hotels darauf achten ihre Raten direkt (z.B. über Seekda) und nicht über die Buchungsportale an Google zu schicken könnte hier entscheidend sein.

Zwei Gruppen von Hotels prophezeie ich jetzt schon den Hotelfinder als „Fluch“ zu empfinden:

  • Wenn gar keine Buchungsdaten vorhanden sind (die Auffindbarkeit wird immer mehr zu einer Frage der Buchbarkeit – der Google Hotelfinder wird hier auch nochmals einen Entwicklungsschub in diese Richtung bewirken)
  • Wenn nur über teure Buchungsplattformen Buchungen getätigt werden können

Sollten nun viele Hotels dies erkennen und die Buchungsplattformen nun wieder besser umgehen können und deshalb den „Segen“ erhalten? In dem Falle würde es wohl um die Buchungsplattformen schlecht stehen.

Ein Aspekt macht mir für die Hotels noch Sorgen und den Buchungsplattformen wohl Hoffnung. Schon seit jeher versuchen die Buchungsplattformen die Stammgäste der Hotels über die eigene Plattform zu schleusen und damit auch Provisionen zu kassieren. Was wenn der Hotelfinder auch bei der direkten Suche (also z.B. Hotelname und Ort) verwendet wird? Buchen dann noch mehr Gäste mit fälligen Provisionen ein? Dies wäre für die Hotellerie wohl eher ein „Fluch“.

Wer profitiert neben Google und den Usern noch vom Hotelfinder? Die Buchungsportale oder die Hotellerie?

Ich freue mich auf Ihre Meinung, nutzen Sie die Kommentarfunktion.

13 Nov

Die Homepage und ihre Bedeutung im Tourismus

Warum braucht ein Hotel eine Homepage?

Einen Blick in die Vergangenheit offenbart uns oft die Zukunft. So war und ist im Tourismus die Eigenvermarktung schon immer ein zentrales Thema. Die Aufgabe das Hotel, den Ort oder die Region in ein positives und verkaufsförderndes Licht zu rücken wurde von einem Katalog, einem Prospekt übernommen. Thematisch gesehen übernimmt die Homepage genau diese Aufgabe – zugegeben, oft wird noch beides gebraucht.

Brauche ich eine Homepage?

Auch wenn es viele Wege gibt seine Leistungen zu vermarkten so hat die Homepage sogar noch mehr Funktionen – die „Basics“:

  • „Informieren“ – Ob bei der Urlaubsrecherche oder für die nachfolgende Urlaubsplanung – die Gäste nutzen das Internet und damit die Homepage des Beherbergungsbetriebs.
  • „Verkaufen“ – als klassischen Nutzen ist natürlich die Funktion die Zimmer zu verkaufen, die Betten zu füllen.

Die Kür beginnt wenn die Pflicht erledigt ist:

  • „Bestätigung“ – wenn ein Produkt gekauft oder ausgesucht wurde ist es oft ein psychologisches Bedürfnis diese Entscheidung zu bestätigen und den Freunden zu kommunizieren. Geben Sie ihrem Gast die Chance sich bestätigt zu fühlen und seine Freunde/Bekannte davon zu überzeugen.
  • „Zeit sparen“ – Zugegeben, der Kontakt mit dem Gast ist wertvoll und wichtig. Andererseits besteht ein Zeitdruck – Zeit ist Geld. Eine Homepage kann Ihnen Zeit sparen indem wichtige – aber auch „gut zu wissende“ – Informationen dem Gast vermittelt werden. Z.B. können Informationen über Ausflugsziele, über Schlechtwetterprogramme, über Zusatzleistungen –produkte sehr gut über die Homepage kommuniziert werden.
  • „Marktforschung für alle“ – Damit Sie Informationen über ihre Gäste sowie deren Wünsche bekommen wollen war früher viel Einsatz notwendig. Eine gute Statistik und deren Interpretation geben dem Hotelier

Die Unterschiede zeigen sich in den Details:

  • „Suchmaschinenoptimierung“ – Oft gehört, leider auch viel Potential für „schwarze Schafe“. Soviel Potential die „Gratis-Zugriffe“ über die Suchmaschinen auch bergen – manche Anbieter nutzen die Komplexität der Thematik um mit den Hotels das Geld aus der Tasche zu ziehen.
  • „Schnelligkeit“ – Gerade im Tourismus wird die Emotion als sehr wichtig eingestuft- zu Recht! Dem steht die Ladezeit der Homepage gegenüber. Einerseits ist ein gutes Mittelmaß gefragt, andererseits eine intelligente Programmierung.
  • „Wartbarkeit“ – Die Aktualität ist ein zentrales Thema – deshalb auch rasche und einfach Änderung der Informationen. Wenn möglich ohne das Design der ganze Seite zu zerstören.

Eigentlich war die Frage mehr „rhetorisch“ – jeder Tourismusbetrieb braucht in der heutigen Informationsgesellschaft eine Homepage.

Die Frage lautet eher „wie professionell soll sie sein?“.